Einsatz für eine noch bessere Klassengemeinschaft

Die Klasse 6b hat Ende September - wie bereits andere Klassen des LUG - an einem Sozialtraining teilgenommen, das von der Erziehungshilfestelle Kirchheim-Stadt der Stiftung Tragwerk angeboten wurde. Nicht weil die Klassengemeinschaft schlecht wäre, sondern um die schon vorhandene Gemeinschaft weiter zu stärken.

Schließlich ist es immer wieder eine Herausforderung, wenn etwa 30 Kinder oder Jugendliche, die ganz unterschiedlich sind und einander größtenteils nicht von außerschulischen Aktivitäten kennen, gemeinsam lernen und Zeit miteinander verbringen sollen, im besten Fall sogar selbst eine wirklich gute Gemeinschaft werden möchten. Dabei kann das Sozialtraining helfen, wie nun einige Klassen aus eigener Erfahrung wissen.

An zwei Vormittagen kamen die Schülerinnen und Schüler zunächst über sogenannte Tugenden wie z.B. Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und Respekt ins Gespräch, die bei zahlreichen sozialen Kontakten auch im Schulalltag wichtig sind. Anschließend lernten sie in „Interviews“ ihre Klassenkameradinnen und Klassenkameraden besser kennen und setzten sich dann mit Themen auseinander, die aktuell für die Klassengemeinschaft bedeutend sind.

Es gab viel Lob für das, was schon gut ist, aber im Alltag eher selten bewusst wahrgenommen wird. Jede und jeder durfte aber auch ganz konkrete Wünsche an die Mitschülerinnen und Mitschüler formulieren, deren Beachtung das Wohl des Einzelnen in der Gemeinschaft fördern kann. Wenn man nicht nur die Anliegen der eigenen Freundinnen und Freunde ernst nimmt, sondern auch jene derer, mit denen man bisher nur wenig zu tun hatte, kann das ein wichtiger Schritt für ein gutes Miteinander und eine starke Klassengemeinschaft sein.

Selbstverständlich ist das soziale Lernen ein fortschreitender Prozess, der nicht nach zwei Vormittagen abgeschlossen ist, sondern weiter begleitet werden muss. Eine erste Hilfe werden dabei zwei kurze Nachsorge-Termine der Stiftung Tragwerk bieten. Darüber hinaus ist im Schulalltag jeder und jede Einzelne gefordert, die angestrebten Ziele weiter zu verfolgen, sowohl die Lehrerinnen, die bei dem Sozialtraining anwesend waren, und die von diesen informierten Kolleginnen und Kollegen als auch die Schülerinnen und Schüler selbst.

Dass es sich lohnt an einem immer besser gelingenden Miteinander in der Klassengemeinschaft zu arbeiten, konnten viele schon direkt nach dem Sozialtraining erfahren. Vor einem solchen Hintergrund dürfte auch das gemeinsame Lernen in Zukunft leichter fallen.