Am Montag, den 24.01.05, brachen wir, der 12er-Sport-Neigungskurs und unser "Instructor" Herr Vogelmann zu unserer "Kompaktwoche Wintersport" auf.
Es war nach langen Diskussionen geplant worden, die fünf Tage auf der Vfl-Hütte in Riezlern im Kleinwalsertal zu verbringen und dann an der Kanzelwand und am Fellhorn Ski zu fahren und zu boarden. Für seine Selbstversorgerhütte wäre unser Herr Vogelmann über Leichen gegangen! Zum Glück war das nicht nötig.
Aufgrund der starken Schneefälle an diesem Tag war unser Chef schon kurz davor gewesen, die ganze Sache abzublasen, was er zum Glück nicht getan hat!!
Nachdem wir also das ganze Gepäck und uns selbst in den zwei Busles und dem BMW verstaut hatten, ging es um kurz nach 8.00 Uhr los auf die Autobahn Richtung München. Weil es schneite wie verrückt, kamen wir nach einer lustigen Fahrt erst um etwa 13.00 Uhr in Riezlern an. Dort luden wir unsere Sachen in den Gepäckliftschuppen und parkten die Autos.
Zur Hütte mussten wir eine halbe Stunde hochwandern, da die beiden Lifte vor dem Haus seit Jahren nicht mehr laufen. Hat uns als "Sport-Elite" des LUG natürlich nix ausgemacht! Nach dem Gestapfe durch den Tiefschnee kamen wir mehr oder weniger erledigt oben an. Dort hieß es dann erst mal Rampe freiräumen, damit wir das Gepäck ausladen konnten. Als die Sachen dann endlich alle oben waren, richteten wir uns häuslich ein. Für die Piste war es an dem Tag leider zu spät, also ließen wir die erste Kochgruppe auf die Küche los. Den Abend verbrachten wir mit Mäxle (mit Anschmieren*g*) und Aktiv-Uno spielen (obwohl unser Chef fast ausnahmslos bei den Neunern den Kürzeren zog, wurde unsre Uno-Version zu seinem Lieblingsspiel) und als zwei unsrer insgesamt drei Jungs schon ein paar Getränke intus hatten, fing dann eine Diskussion über Frauen – Männer - Beziehungen und die beste Bagger - Masche an... aber gegen neun Mädels hatten sie da natürlich keine Chance!!
Frühstück gab's am nächsten Morgen um dreiviertel 8.
Nachdem dann alle pistentechnisch gestylt waren, bahnten wir uns einen Weg durch den Tiefschnee ins Tal. Mehr oder weniger weiß unten angekommen, buddelten wir unsre Autos aus, parkten sie auf dem mittlerweile geräumten Parkplatz um und holten unser Equipment. Mit dem Skibus ging es zur Kanzelwand - Talstation. Für die drei Boarder-Anfänger wurden aus der Gruppe für jeweils einen halben Tag je zwei Instructors abkommandiert (auch so eine Idee von unserem Chef) und so blieben fünf am Anfängerlift im Tal, der Rest stürmte den Gipfel. Weil es immer noch schneite, war die Aussicht allerdings mehr als begrenzt. Auch war es bitterkalt auf dem Berg. Auf tolle Bilder mussten wir trotzdem nicht verzichten: für was gab's denn die riesigen Panorama-Wände? (Herrn Vogelmanns Knipswut waren wir die Tage übrigens hilflos ausgeliefert!)
Den Vormittag fuhren wir alle zusammen. Nach einem Mittagessen im Kanzelwand-Panorama-Restaurant splitteten wir uns in kleinere Gruppen auf und machten das Skigebiet unsicher. Um halb 4 trafen wir uns dann alle wieder in der Schirmbar zum Après-Ski. Mit Glühwein und Partymusik rockten wir das bis auf ein paar Slowenen eher lasche Schirmbarpublikum.
Der Abend verlief ähnlich wie der vorige, nur endete er für die meisten ein bisschen früher im Tiefschlaf.
Auch der nächste Tag begann für uns um 7.45 Uhr mit dem gemeinsamen Frühstück. Das Wetter war nicht besser geworden, es schneite immer noch ohne Ende. Aber so waren wenigstens die Pisten 1a! Gegen Nachmittag wurde es dann aber so neblig, dass man nicht mal mehr den kleinsten Schneehaufen sehen konnte, was weniger schön zum Fahren war. Nach dem obligatorischen Aufenthalt an der Schirmbar, der Wandereinlage und dem Essen war es dann endlich Zeit für unsre Feuerzangenbowle. Irgendwas hatten wir jedoch falsch gemacht, denn sie flackerte zwar vor sich hin, doch nach einer halben Stunde war der erste Zuckerhut immer noch nicht verbrannt. Beim Versuch, das ganze etwas zu beschleunigen, fackelte sich Juju fast die Hand ab. Die Bowle war toll!
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Am andern Morgen wartete eine Überraschung auf uns: es schneite nicht mehr und der Himmel war knallblau! Bis wir dann auf der Piste waren, schien überall die Sonne und der Schnee war super! Ein Skifahrer-/Boardertraum!!! Klar, dass wir diesen letzten Pistentag noch mal voll ausnutzten! An der Schirmbar gab uns unser Chef eine Runde Glühwein aus, dann verlagerte der Großteil von uns das Après-Ski aber auf die Hütte, da wir dort noch genug "Apfelsaft und Cola" übrig hatten.
Freitag schneite es wieder. unser Chef weigerte sich sowieso, noch mal auf die Piste zu gehen. Also packten wir alle unsre Koffer und putzten die Hütte. Nachdem wir damit fertig waren und unsere Sachen im Gepäcklift hinuntergeschickt hatten, machten wir uns zum letzten Mal auf den Weg ins Tal.
Wir brauchten ein paar Versuche, bis auch das zweite Busle ansprang, doch als das geschafft war und wir alles eingepackt hatten, ging es in Richtung Heimat. Mittlerweile schien die Sonne und die Straßen waren frei, die Fahrt verlief also problemlos und so kamen wir alle gesund und munter gegen 15 Uhr am LUG an.
Abschließend wäre noch zu sagen:
Die Anfänger waren super! In den drei Tagen hatten sie echt viel gelernt, so dass wir am letzten Tag sogar die Talabfahrt mit ihnen machen konnten!
Herr Vogelmann kann stolz auf uns sein! Es gab KEINEN EINZIGEN Alkoholabsturz und auch sonst lief bis auf kleinere Meinungsverschiedenheiten, die schnell gelöst waren, alles rund.
DAS Lied der Schneekompaktwoche: Söhne Mannheims "Und wenn ein Lied". Sicher an die 1000x gelaufen! Weckte sogar bei unsren "Männern" romantische Anwandlungen.
Insgesamt waren die fünf Tage viel zu schnell vorbei, und wir freuen uns schon jetzt auf unser Abivorbereitungs - Trainingscamp!!!
Lisa D.