Herzlich Willkommen bei der Fachschaft Physik des Ludwig-Uhland-Gymnasiums Kirchheim.
Am LUG unterrichten im Schuljahr 2011/2012 elf Kolleginnen und Kollegen das Fach Physik:
Karl-Heinz Aschenbrenner
Peter Bäumchen
Rike Gölz
Sven-Oliver Hauber
Bernfried Hanke
Dr. Günter Käb
Alexander Kirmse
Gerhard Lang
Christa Reicherter
Ulrich Stiefelmaier
Robert Westermayer
Ab Klasse 7 wird das Fach Physik unterrichtet.
In den Klassenstufen 7 bis 9 wird das Fach Physik zweistündig, in Klassenstufe 10 sogar dreistündig unterrichtet, weil das LUG als eines von ganz wenigen Gymnasien Baden- Württembergs aus dem Bereich der Poolstunden dem Fach Physik eine zusätzliche Stunde zugewiesen hat. Damit ist eine optimale Vorbereitung auf die Kursstufe gewährleistet. Durch eine umfangreiche Ausstattung mit Experimentiergeräten im Klassensatz ist es auf vielen Klassenstufen möglich, Schülerinnen und Schüler in einem Praktikum eigenständig Versuche durchführen zu lassen. In Teams erlernen sie so den Umgang mit physikalischen Apparaturen und Messgeräten.
Physik in den Klassenstufen 12 und 13 (G9) bzw. 11 und 12 (G8,NEU)
Das Fach Physik kann als 4-stündiges Profil- bzw. Neigungsfach oder als 2-stündiges Fach belegt werden. Bestandteil ist jeweils das Oberstufenpraktikum. Im Schuljahr 2011/12 haben beispielsweise 38 Schüler und Schülerinnen in der Jahrgangsstufe 1 das Fach Physik als 4-stündiges Fach gewählt und es konnten hierfür zwei Kurse eingerichtet werden. Darüber hinaus gibt es bei diesem Jahrgang drei 2-stündige Kurse.
Aktivitäten am LUG
Workshop Astroteilchenphysik im Juli 2005
Hinweise auf interessante Websites und Buchtipps,
Astronomie am LUG
Einen besonderen Einblick in die Welt der modernen Physik erhalten Schülerinnen und Schüler, die in der Oberstufe einen Astronomiekurs belegen. Dieser wird für ein Schuljahr mit zwei Wochenstunden angeboten.
Im Verlauf der achten Klasse müssen sämtliche Schüler und Schülerinnen
eine ausschlaggebende Entscheidung über ihren weiteren Schulverlauf
treffen. Sprachbegabte bevorzugen verständlicherweise das S-Profil und
Naturwissenschaftbegeisterte, die wirkliches Interesse am Forschen und
intensiver Einweisung der drei Wissenschaften vorziehen, wählen das
N-Profil. Dieses Naturwissenschaftliche Profil bringt im Laufe der
weitern Schulzeit extreme Vorteile. Man muss sich schon völlig im
Klaren sein, welches Nutzen dieser Weg für die Zukunft hat, denn es
geht hier nicht um einen besseren Stundenplan oder sonstige
schwachsinnige Überlegungen, nein, sondern das N-Profil prägt für das
Abitur, sowie zum größten Teil erleichtert es auch den Einstieg in die
wirkliche Welt der aktuellen Naturforschungen, egal ob im Fachbereich
Chemie, Physik oder Biologie. Die Mathematik muss man aber schon
beherrschen um in diesem relativ komplexen und doch logischen
Forschungsbereich mitreden zu können. Im N- Profil hat jeder jeweils
ein zweiwöchiges Praktikum
bzw. ein Halbjahr jede Woche. Anfangs in Biologie, dann in Physik und
zu letzt in Klasse 11 in Chemie. In diesen Praktika werden aber nicht
nur Versuche oder Experimente selber ausgeführt, sondern man erfährt
über den normalen Unterricht hinaus genauere Details und Feinheiten des
jeweiligen Fachs. Außerdem darf jeder Schüler selber Hand anlegen und
muss somit nicht nur strickt auf einen vorbereiteten Versuch nach vorne
starren. Diese Einweisung und Erfahrung des „selber Handelns“ ist
einzigartig und unersetzlich. Beispielsweise werden in Biologie mit
diversen Lebewesen experimentiert, von denen ein S- Profiler noch nie
etwas gehört hat. Das detaillierte Wissen über einzelne Zusammenhänge
von Erbgut und Mutation wird genauer unter die Lupe genommen, oder auch
der exakte Aufbau von unterschiedlichen Pflanzen ist ein sehr wichtiger
und interessanter Bereich der Biologie. In Physik werden Widerstände in
Schaltkreise eingebaut und unabhängig vom normalen Unterricht erlangt
man weiteres Wissen über Prozesse, die bisher unbeachtet waren.
Außerdem werden auch Programme, unabhängig von den Praktika, wie Excel
mit in den Unterricht eingebaut, so dass physikalisch schwierige
Prozesse exakter und spezifischer beschrieben werden können. Im
S-Profil werden solche Prozesse kurz erwähnt, aber ein wirkliches
Verständnis ohne diese Simulationen am PC kommt nicht wirklich
zustande.
Das „selber Forschen“ macht jedermann zu einem wahren
Wissenschaftler. Außerdem sind Skizzen oftmals logischer und
nachvollziehbarer, wenn der skizzierte Versuch selbst aufgebaut und
betrieben wird. In Chemie spielt das Praktikum ebenfalls eine wichtige
Rolle, denn was wäre die Chemie ohne ihre Versuche, bei denen doch
immer irgendetwas in die Luft geht oder etwas auf mystische Weise
verschwindet. Das Ganze bleibt nicht länger ein Geheimnis, wenn selber
geforscht wird und anschließend alles taktisch nachvollziehbar ist. In
der Natur ist nämlich alles erklärbar! Oftmals müssen aber in allen
Unterrichtsfächern Protokolle oder Auswertungen des durchgeführten
Versuchs aufgeschrieben werden. Für einen 4-stündigen Chemiker, Biologe
oder Physiker in Klasse 12 und 13, sowie für das eventuell
entsprechende Studium nach der Schulzeit, dienen jene Auswertungen zur
Hinführung für die Zukunft und der richtig anspruchsvollen
Auswertungen.
Solche Arbeiten sind aber keinesfalls ein Zuckerschlecken, denn der
nachvollziehbare Aufschrieb für andere, sowie für das eigene
Verständnis ist sehr wichtig und unumgänglich. Darüber hinaus
profitiert man in den zwei Jahren vor dem Abi, denn in 12 und 13 kommt
niemand um mindestens zwei naturwissenschaftliche Fächer herum. Hier
sind aktive Erfahrungen und zusätzliches fachspezifisches Wissen eine
sehr gute Voraussetzung.
Daniel Bauer, Abitur 2007, derzeit Studium Technische Kybernetik
Im Rahmen des Physikunterrichts lernen Schülerinnen und Schüler auch den Umgang mit physikalischen Apparaturen und Messgeräten. Sie führen mehrere Versuchsaufbauten selbst durch, nehmen eigenständig Messungen vor und werten diese aus.
Durch eine umfangreiche Experimentierausstattung können somit einem Team aus jeweils 2-3 Schüler die notwendigen Materialien und Geräte zur Vefügung gestellt werden.
Typische Themen im Mittelstufenpraktikum
· Hebelgesetze
· U-I-Kennlinien elektrischer Bauteile
· OHMsches Gesetz
· Spezifischer Widerstand
· Versuche zur elektromagnetischen Induktion
· Transformatorengesetze
· Halbleiterelemente
· Elektronische Schaltungen
· Optische Bauteile
Praktikum bedeutet aber keineswegs nur Untersuchungen in den Physiksälen. Wenn beispielsweise im Rahmen der Unterrichtseinheit „Druck“ demonstriert werden soll, wie ein ganzer LKW mit druckluftbetriebenen Hebekissen angehoben werden kann, dann fährt auch schon mal ein Laster vom örtlichen THW-Ortsverband mit der benötigten Ausstattung vor, um die praktische Anwendung der im Unterricht bereitgestellten Gleichungen zu zeigen.
Doch was ist, wenn bei einer angehobenen Last von ca. 10 Tonnen der Luftzuleitungsschlauch reißt ? Kann man mit einem kleinen Finger die ausströmende Luft unter der tonnenschweren Last zurückhalten ? Theoretisch klar, aber hält das Experiment auch, was die Gleichungen versprechen ? Dies können dann alle Schülerinnen und Schüler im Praktikum ausprobieren und erfahren somit hautnah die Gültigkeit physikalischer Grundlagen.